Lacandón - Wälder sind Leben

Der Tropenwald im Norden Guatemalas gehört zu den artenreichsten und am stärksten gefährdeten Ökosystemen der Welt. Der Nationalpark Sierra del Lacandón umfasst 202.865 ha, und bietet Schutz für bedrohte Arten wie den Hellroten Ara und den Jaguar. Doch bedingt durch Siedlungsausweitungen, Brände, illegalen Holzeinschlag und Viehwirtschaft ist die Abholzungsrate im Norden von Guatemala hoch - pro Jahr werden durchschnittlich 1.240 ha des Waldes im Schutzgebiet gerodet. Die Finanzierung für einen effektiven Schutz des Nationalparks aus staatlichen Mitteln ist unzureichend.

Die Ziele des Projektes „Lacandón – Wälder sind Leben" lassen sich in drei Bereiche zusammenfassen: 

Lacandón – Wälder sind Leben ist ein Pilotprojekt, dass versucht die Potentiale der Implementierung von Wald- und Klimaschutzprojekten zu bestimmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Bewertung der Machbarkeit von Waldklimaprojekten, die in dieser Pilotphase (noch mindestens bis 2014) keine Zertifikate generieren.

Neben diesen lokalen Maßnahmen werden auch auf nationaler und internationaler Ebene Projektaktivitäten durchgeführt. Hierbei geht es um die Förderung von Dialogen zur Entwicklung und Umsetzung konkreter Kriterien insbesondre zum Biodiversitätsschutz und zur Beteiligung der lokalen Bevölkerung in Wald- und Klimaschutzprojekten. Die innovativen Ansätze und Erfahrungen der lokalen Projektumsetzung sollen so in nationale und internationale Regelungen zu Wald- und Klimaschutz einfließen. 

An der Umsetzung des breiten Spektrums an Aktivitäten sind vielfältige Partner beteiligt. Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union sowie der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) (Finanzierung).