Entwaldung reduzieren

Von dem insgesamt 202.865 ha großen Nationalpark Sierra de Lacandón sind ca. 95.529 ha gut erhaltener Wald und etwa 54.000 ha Flächen im Stadium der Regeneration. Zwischen 1986 und 2009 gingen mehr als 28.000 ha Waldflächen verloren, durchschnittlich etwa 1240 ha pro Jahr. Zentrales Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit den Gemeinden des Parks, der Schutzgebietsbehörde und anderen Partnern vor Ort den Waldverlust zu reduzieren. Dazu müssen die Ursachen angegangen werden, die vielfältig sind: 

  • Großgrundbesitzer legen neue Weideflächen für die Viehzucht an. 
  • Bestehende Gemeinden weiten ihre Agrarflächen aus, die sie mittels Wanderfeldbau und Brandrodung bewirtschaften. 
  • Illegale Aktivitäten durch Holzfäller, Siedler und unrechtmäßige Landverkäufe. 
  • Waldbrände: Brandrodung zur Vorbereitung landwirtschaftlicher Flächen ist eine verbreitete Praxis und oft greifen die Feuer auf umliegende Fläche über und sind dann nur noch sehr schwer zu kontrollieren. 

Im Rahmen des Projekts werden unter anderem Maßnahmen zum Waldschutz und zur Wiederaufforstung in Kooperation mit den lokalen Gemeinden durchgeführt, die Überwachung und Kontrolle zum Schutz der unberührten Waldgebiete gestärkt und die Ergebnisse der Aktivitäten durch ein Monitoring-System der Waldbedeckung gemessen. Des Weiteren soll auf nationaler Ebene auf die Gesetzgebungen zu Wald- und Klimaschutz Einfluss genommen werden. 

Aktuelle Fortschritte